Deutsche Industrie befürchtet Milliardenverluste
Berlin: Chinas Schmollen beunruhigt die deutsche Wirtschaft. Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat die Bundesregierung aufgefordert, das schlechte politische Verhältnis zur Volksrepublik China zu verbessern.
Die chinesische Regierung ist zur Zeit recht mißvernügt, weil Bundeskanzlerin Merkel den tibetanischen Staatsangehörigen Dalai Lama in Berlin empfing - ohne Visum - und ohne dies vorher mit der kommunistischen Führungsspitze Chinas abzusprechen.
Auf der Pressekonferenz des Bundesverbandes der Deutschen Industrie fragten kritische Journalisten nach, ob es der deutschen Wirtschaft wirklich um sinophile Beziehungen oder um die Erlangung milliardenschwerer Aufträge gehe.
Der Pressesprecher der Verbandes Deutscher Wursthersteller - Herr Dr. Ottokar Sülz - entgegnete hierauf, dass diese Anfrage nicht zur Diskussion stünde.
Um die Beziehungen zu China zu verbessern, müsse vielmehr alles mögliche getan werden.
Der Auslandsredakteur einer Berliner Tageszeitung gab dem Pressesprecher Recht und bat ihn als Versöhnungsgeste 5 Tonnen Leberwürste zum nächsten Oktoberfest im Jahre 2008 nach Qingdao in der chinesichen Provinz Shandong zu versenden.
Pressesprecher Sülz notierte dies in seinem Notizkalender und verlas die Umsatzzahlen deutscher Wurstprodukte für den Monat November 2007 in Fernost.
Demnach wurden nach Japan 30 Tonnen, nach Südkorea 17,4 Tonnen, nach Taiwan 13 Tonnen, nach Nordkorea 150 Kilogramm und zur Volksrepublik China 12,78 Kilogramm Wurstprodukte exportiert.